Angel



Ein Stück Urlaub

music: KissFM - Stream
mood: Ein wenig disselig im Kopf

Gestern kam ich also aus der zweiten Nacht heraus und kam nach Hause. Übermüdet und eigentlich bereit für das Bett, aber das musste noch eine ganze Weile warten.
Weil: Ich habe Besuch bekommen. Thomas hat es endlich einrichten können für ein paar Tage nach Berlin zu kommen. Und das hatte nur eines zu bedeuten. Ich musste noch die Wohnung aufräumen. Um 15 Uhr hatte ich dann alles endlich hinter mich gebracht, bin noch unter die Dusche und dann hatte sich das schlafen auch nicht mehr gelohnt, also einfach weiter wach gehalten.

Zwischen drin neigte ich aus der Übermüdung heraus zu irrwitzigen Lachanfällen. Zum Beispiel als ich nicht in der Lage war mich richtig anzuziehen, weil meine Beine so gezittert hatten, dass ich kaum stehen konnte. 

Und so um 19 Uhr war Thomas dann also endlich da. Es sich bequem machen, Pizza bestellt und dann einfach nur gechillt und viel gesprochen. Zwischen drin bettfertig gemacht und dann noch weiter geredet, zwischen drin immer wieder im dösen was gesprochen und dem Gewitter zugesehen und dem Regen gelauscht. Das sind gestern aber auch wunderschöne Blitze gewesen. 

Ich hatte gestern durch den Schlgmangel einen Zustand errreicht, für den ich sonst betrunken sein muss. Ich schaffe es also betrunken zu sein ohne auch nur einen Tropfen angerührt zu haben. Wohlweißlich. Ich weiß nicht wie ich drauf gewesen wäre, wenn ich auch ein Glas von dem Whiskey getrunken hätte.

 Heute abend werden wir ins Kino gehen und uns "Stupid Crazy Love" ansehen und den Rest der Tage haben wir uns frei gehalten und werden das spontan entscheiden. Mal sehen. Sonntag MIttag oder Samstag Abend wird Thomas dann auch wieder nach Hause fahren. Aber es ist wirklich schön, dass er da ist.

 Auch wenn es nur ein paar freie Tage sind, fühlt es sich doch ein wenig nach Urlaub ab. Thoms bedeutet eine etwas andere Art von Entspnnung. Vorallem wohl für meinen Kopf. So verworren ich auch manchmal bin mit meinen Gedanken, ist er derjenige der dem ganzen doch immer noch folgen kann. Und er hält einen nicht für bescheuert dabei.

Und es tut gut einfach nur neben ihm zu liegen und über Gott und die Welt zu reden. Ich hatte nur leider vergessen, dass Thomas sowas wie eine Heizung auf zwei Beinen ist. Was heißt vergessen. In den letzten Jahren war das nie wirklich schlimm, sondern gewünscht. Denn er ist bisher immer nur im Winter in Berlin gewesen und noch nie im Sommer. Da musste man sich auch keine Gedanken machen, da es im Winter sowieso immer so kalt ist, dass jede Körperwärme willkommen ist. 

Gerade muss er noch ein wenig was für die Arbeit machen, daher nun auch die Zeit um einen Eintrag zu schreiben. 

 Und nun packe ich mich auch wieder  Yeeha.

25.8.11 11:16


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Die erste Woche

I. hatte doch im Grunde glück, wenn nicht gar wirklich Schwein gehabt. Entgegen jeder Erwartung hatte es nur einen großen Knall gegegen am letzten Freitag. Seit dem.... hause ich in der leeren Wohnung meines Vaters.
Wenn ich ihn die ganze Zeit sehen würde.... das wäre nicht gut. Am Montag kam dann doch der emotionale Einbruch, als ich nicht arbeiten musste und nichts mehr da war, mir dem ich mich ablenken konnte. Dienstag ging es mir hundselend. ich war froh, als mein Vater dann am Abend kam und wir lange geredet haben. Wir sind Abends noch essen gegangen - nur eine Kleinigkeit - und haben danach noch bis Abends auf dem Balkon gesessen, einen Film gesehen (Ja er hat einen Fernseher den man auf den Balkon stellen kann) und geredet, ehe ich ins Bett bin. Den Rest der Zeit hielt mich die Arbeit in Gang. Auch wenn mir nicht danach war und ich mich einfach unter die Decke verkriechen wollte, so tat es gut zur Arbeit zu gehen.

 A. meine Wohnbereichsleitung sicherte mir die vollste Unterstützung für den Ausbildungsplatz zu. Die Arbeit hilft mir zumindest weiter zu funktionieren. Und wenn ich dann nach Hause komme, dann bin ich sowieso zu müde um noch irgendwas zu machen.

 Tja und gestern bin ich zu mir in die Wohnung. Unser Mitbewohner hat nun die zusicherung für das Referendariat und damit steht fest, dass er wie geplant ausziehen wird. Es kommt also insgesamt sehr gelegen.

 Es fühlt sich alles insgesamt irgendwie realer an. Es ändert nichts an dem Schmerz und dem Gefühl so viele Jahre in Nichts hinein gesetzt zu haben. Ja ich weiß, so soll man nicht denken, denn es hat ja auch schöne Zeiten gegeben, aber man fängt wieder von Null an.

 UNd heute werde ich mich mit einer Freundin treffen. Erst dachte ich, wir könnten irgendwo was trinken gehen. Jetzt ist nur meine haut an den Armen aufgegangen und das Gesicht ist auch wieder betroffen. Neurodermitis schlägt bei Stress gnadenlos zu. Und das ist nichts, womit ich mich unter einem haufen von Fremden wohl fühle. Und bei diesem Wetter etwas langärmliges anziehen ist nun auch nicht so der bringer. Also werden wir uns ein wenig was einkaufen und dann einen gemeinsamen ruhigen Mädelsabend machen.

 

 

4.6.11 09:49


Verflucht

Die Woche - wenn nicht gar der Monat müssen verflucht sein. Großes Ausatmen, weil ich mit I. nicht eine weitere Nacht unter einem Dach verbringen müsste, sondern in die Wohnung meines Vaters konnte und dann was?

Genau, da mache ich mich pünktlich auf den Weg zur Arbeit, mache die Balkontür ein bisschen auf und denke mir pfu - das stinkt. Balkontür wieder zu, raus aus dem Haus, stutzen. m hausflur hat es auch gerochen. Ich schaue hoch. Da qualmt es schwarz aus den Fenstern der Nachbarn über mir.
intelligenter Weise brüllt jemand von Gegenüber: Es brennt, rufen sie mal die Feuerwehr. Damit hat er P- gemeint, die auf meiner Etage neben an wohnt. Ich bin zurück,Wohnung aufmachen, bei den Nachbarn klingeln.

Und dann kam die Feuerweht und wir standen alle draußen. Es qualmte und brannte.... und verletzt ist niemand. Bis auf die Meerschweinchen, die im Raum standen wo es gebrannt hatte. Ich hatte noch auf Arbeit angerufen und gesagt ich komme später. 

Aber obwohl nichts passiert ist, war das erstmal irgendwie ein Schock. Was jetzt passieren wird ist wohl ein Wasserschaden - immerhin wird sich das Löschwasser seinen Weg suchen. 

 

Ich muss verflucht sein. 

28.5.11 21:09


Und ich sollte Recht behalten

Wie schnell ich allerdings Recht behalten sollte, das habe ich nicht gewusst. Sehr schnell - eigentlich eine knappe halbe Stunde nach dem ich den Eintrag im Blog verfasst hatte.

Mal wieder als ich im Bett lag, da hatte er dann also gewusst, was er machen muss.  Erneut mal wieder im Bett. Er hat entschieden, er muss sich von mir trennen, weil es einfach das Richtige ist. Sagt er. Glaubt er.
Und ich bin ehrlich gesagt zu müde um ihn noch vom Gegenteil zu überzeugen. Wem es so leicht fällt insgesamt siebeneinhalb Jahre so schnell hinter sich zu lassen, der ist es doch nicht mehr Wert.
Diese Beziehung hat mich so viel an Kraft und Geduld gekostet. Sie hat mich vorallem verpasste Chancen gekostet und Möglichkeiten. Mehr noch - sie hat mich Hoffnungen, Träume und die Zukunft gekostet. I. hat in dieser Beziehung nichs verloren. Auch wenn er mir heute ganz heldenhaft sagte: "Ich habe dich verloren".
Ich könnte lachen bei diesen Worten. Er hat mich nicht verloren - er hat sich entschieden, dass ich und all die Jahre es nicht wert sind einmal seinen Arsch hoch zu bekommen. Und dann sitzt er da und haut mir diese Worte um den Kopf. So wie er eisern daran fest hält, dass er mich liebt.
Ich glaube zwar, dass er dieses Gefühl hegt, aber es sich im Grunde einredet. Er liebt mich vielleicht als Mensch der ich bin, aber nicht wie jemanden mit dem man zusammen ist, auch wenn er mir das wohl weiß machen will.

 

Und damit.... sind all die Jahre auf weg. 

28.5.11 01:00


Single?

Heute keine Laune
Heute keine Musik

 

Aber dafür wohl so wie es aussieht bald wieder ohne einen Partner. Die letzten Tage waren anstrengend und zermürbend. Und im Grunde war es der Streit um die ewig gleichen Dinge. Um die ewig gleichen Kleinigkeiten - ein Streit wegen unserem Mitbewohner und der nicht ganz so unwichtigen Tatsache, wo wir eigentlich in unserer Beziehung stehen. "Willst du die Trennung?" fragte ich und er sagte nein. 

Und eben gerade nach der Arbeit....  als ich nach Hause kam da haben wwir geredet. Und er hat unser Gespräch vom Vormittag wieder aufgegriffen. Unsicherheit. Angst davor mir weh zu tun. Wo sehen wir uns in der Zukunft. Sieht er eine Zukunft? Sehe ich zu viel? Und vorallem: Ist er nur noch aus bequemlichkeit mit mir zusammen?

Und genau diese Frage hat ihn beschäftigt. Und er kam zu dem Schluss, dass er das für sich heraus finden muss. Denn "Momentan" - seine Worte - sieht er uns zusammen in der ZUkunft. Er weiß nur nicht, ob er uns da sieht, weil er es will, weil es Schuldgefühle sind die ihn halten oder der Bequemlichkeit heraus. 

Und damit stehen wir am Anfang vom Ende. Denn.... die Chancen sehen reichlich schlecht aus. Die wahrscheinlichkeit aus rein loghischer Sicht für eine Trennung sind größer.  Und ich bin schon immer ein Pessimist gewesen.

Nach diesem Gespräch bin ich raus - ich musste raus. Ich konnte nicht neben ihm sitzen bleiben. Ich konnte nicht einfach.... da sitzen und so tun als wenn es mir gut geht. Also bin ich raus. Weil es weh tut. Weil es..... innerlich reißt.
Und alles was mein Verstand macht ist rationals sein. Ich will weinen - irgendwie diesen Druck in mir los werden und diesen Knoten im Magen und ich denke daran was die nächsten Schritte sind.

Erstmal woanders unterkommen. Wohnungssuche. Aus dem Mietvertrag raus. Kosten kalkukieren wie teuer eine Wohnung sein darf mit meinem Gehalt. 

Dabei... würde ich gerne einfach mal weinen.

 

 

26.5.11 23:37


Tage der selbst auferlegten Folter

music: Sébastien Tellier - L'Amour Et La Violence (Boys Noize Euro Mix)
mood: dancing in the rain

Gestern war es noch so schön warm und sonnig gewesen, heute ist es wieder stürmischer Wind und wiederholte Regenschauer. Aprilwetter. Anscheinend auch besonders genug, dass es heute in der Raucherinsel von der sonst so schweigsamen Heimleitung zum Gesprächsthema gemacht wurde.
Ich muss dazu sagen, sie ist noch recht neu. Ich habe mal zwei Sätze mit ihr gewechselt, die das Vorstellen beinhaltet haben, gesehen habe ich sie schon öfters nun im Haus, heute war das erste Mal, wo sie also ein paar belangloser Wörter gewechselt hatte - exakt in den 40 Sekunden, in denen ich am aufstehen war um wieder zur Arbeit zu gehen.
A. war heute auch wieder da. Meine liebe A. die irgendwie seltsam friedlich wirkt. Viel mehr noch, sie macht mir Angst. Sie hatte die letzten beiden tage erschreckend gute Laune - ich will sagen: Sie war aufgedreht. Also.... so wirklich richtig aufgedreht auf ihre seltsam verquere Art. Das fing schon gestern an, als sie - Nichtraucher - mit mir runter zur Raucherinsel wollte und dort wirkte wie ein Außerirdischer. Gut ihre Gesprächsführung tat das übrige dazu bei. Sie wirkte verklärt, ein wenig entrückt und nicht von dieser Welt, als sie davon sprach, dass sie dieses zarte Grün der Bäume mag und die Bäume, die Tiere und die Natur generell ihre Freunde sind.
So ist A. nun mal. Aber hey - ein Außenstehender hat nicht das recht sich über sie lustig zu machen und zu fragen, ob sie zufällig gerade in Japan war, oder warum sie so verstrahlt ist.
Das denke ich mir gerade nicht aus. Das hat dieser Vollpfosten von Gärtner wirklich von sich gegeben, als ich ihn bei der zweiten Runde traf. So diese Sorte von Mann die im Grunde echt nicht berauschend aussieht, die Allgemeinbildung bekannter Berliner Tagesklatschzeitungen besitzt und sie auch daher bezieht - viel mehr gestaltet er mit den Titelthemen die allmorgendliche Gesprächsführung - und sich insgesamt für einen tollen Hecht hält.  Mein Kommentar zu seiner Aussage? "Das solltest du dich selbst fragen ob du dort warst bei diesem grenzdebilen Grinsen" - in Gedanken. Tatsächlich, mit einem warmen zuckersüßen Lächeln auf den Lippen: "Aha - du musst es ja wissen."  - Ja ich weiß, nicht sehr kreativ. Man ich war wütend auf den Sack. A. ist ja ein Thema für sich. Natürlich, sie ist anstrengend, nörgelnd und irgendwie.... weltentfernt manchmal, ja wir haben alle immer wieder Probleme mit ihr als Kollegin. Ja sie ist gefährlich in ihrer Art eigentlich helfen zu wollen - aber scheiße noch eines, der Kerl hat sich nicht auf ihre Kosten aufzuspielen.  Vor allem nicht, wenn sie nicht da ist.
ich hab auch meine Probleme mit ihr - aber die trage ich auch direkt aus. Natürlich behalte ich dabei viele Gedanken für mich - scheiße Sinn und Zweck ist es nicht eine Kollegin auf der Arbeit runter zumachen.

Und nun lege ich mal wieder einen klassischen harten Themensprung ein. Da wir letzte Woche entdeckten, dass das Wochenende nach meinen Nachtdiensten keinen Nachtdienst mehr hat, erklärte ich mich bereit die zwei Nächte noch ran zuhängen. Zu den drei Nächten die ich davor mache und den insgesamt sechs Nächten, die ich diesen Monat habe. Dummer Weise hatte ich folgendes vergessen: Ich habe noch zwei Frühdienste davor. Nun knall ich mir also in einer Form von verkappten Masochismus  selber eine Hardcore Woche hinein. 7 Dienste - zwei davon früh, fünf davon Nachtdienst. Mein Drang nach Schmerzen jedweder Form muss enorm gewesen sein, wenn ich die Tatsache der Dienste im voraus vergessen habe. Wie kann man auch nur so selten dämlich sein.

Hier also die erneute Erkenntnis: Ich brauche keinen Sadisten. Das schaffe ich auch gut alleine. 

 

12.4.11 20:34


Mal wieder einer dieser Momente

music: Hörspiel - Schlimmes Ende
mood: ich will zurück unter meine Bettdecke!

Ja ich weiß wie spät es ist - oder viel mehr wie früh. Und zugleich ist es etwas, was ich meinem Ipünktchen mal wieder anrechnen möchte.
Er ist bis halb fünf wach geblieben, damit ich nicht von einem schrecklochen Wecker, sondern von ihm geweckt werde.
Und das, obwohl meine morgendliche Laune keinen unterschied zwischen einem Wecker und einem I. macht. Statt dessen lächelt er meine morgendliche Laune - verstärkt durch zu wenig schlaf - einfach weg und serviert mit einen Chai-Tee mit Milch und Zucker. Und das trotz eigener Müdigkeit. Seine Laune ist dabei nur selten auf einem Tiefpunkt.

Mehr noch - er lag gestern tatsächlich zwei Stunden neben mir und diente als kraulende Hand, bis ich eingeschlafen bin. Und das hat tatsächlich gedauert, da ich bisweilen mal gerne Probleme beim einschlafen habe. Besonders dann, wenn  ich dringend zwingend schkafen müsste, weil meine Schlafzeit reduziert auf drei Stunden nicht unbedingt förderlich ist für meine Leistungsbereitschaft auf Arbeit.

Da stand er also mit einem Tee, hatte sogar bedacht den so zeitlich zuzubereiten, damit ich mir nicht die Zunge verbrenne und weckte mich. 

Wenn doch nur jeder Wecker so sein könnte wie mein I.. Dann hätte ich vermutlich nicht auch so einen hohen Verschleis an Weckern.

11.4.11 05:08


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