Angel



Schmerzlos

music: Two Steps From Hell - Undying Love
mood: Wie ein Blatt im Wind

Die Tage habe ich viel mit meinen Gedanken verbracht. Die Worte die gesprochen wurden waren enige, aber Notwendige.
Es ging wieder um das Thema, dass I, neue Beziehung herkommen soll. Im weiteren Verlauf werde ich sie einfach mit B. benennen.

Es ging weiter darum, dass es mich nicht stört, dass sie her kommt, aber um die Erwartungen, die I, gestellt hatte und sie unglücklich formuliert hatte. Es fielen Begriffe wie Bewährungsprobe für die Freundschaft und Aussagen wie "Dann muss ich darüber nachdenken, ob du wirklich an meinem Leben interessiert bist" - und es fiel ihm recht schwer zu verstehen, dass es für mich Grenzen gibt. I. weiß, dass ich ein Mensch bin, der Zeit brauch um Menschen kennen zu lernen. Ich schaue sie mir an - eine Weile - und entscheide dann, ob ich sie leiden kann.

Mit dem Begriff "Bewährungsprobe" legte er mir aber einen ziemlichen Druck auf die Schultern. Er verstand nicht, warum ich sie wirklich gar nciht in diesem Zimmer haben will. Dem Zimmer mit meinen Sachen, den Dingen die Informationen über mich her geben. Das Zimmer in dem ich lebe, mal mehr ordentlich, mal weniger ordentlich. 

Und er schien zu erwarten, dass ich mich mit ihr verstehen müsste. Wenn ich seine beste Freundin bin, müsste ich mich auch mit seiner Freundin verstehen. Und dagegen wehre ich mich allemal. Denn unter Zwang einen Menschen leiden zu können, das funktioniert nicht.

Ich hab mit meiner Schwester darüber gesprochen am Samstag. Bei wundervollem Wetter und Kaffee. Meine Schwester ist radikaler als ich. Sie kann auch nciht mit jemanden weiter befreundet sein, wenn sie sich getrennt hat. Sie bezeichnet mich als masochistisch, zugleich räumt sie ein, dass ich mit diesen Dingen besser umgehen kann als sie. Vorallem räumte sie ein, dass ihre Beziehungen nur das gewesen sind, eine tiefe und innige Freundschaft ist in den Jahren allerdings nie entstanden.  Es tut gut mir meiner Schwester zu reden. Sie ist so rational, wenn auch radikal. Aber irgendwann landen wir in der Mitte. Aber ich verstehe, dass sie sich Sorgen um mich macht. Sie will nicht, dass I, mich auf irgendeine Weise mich nochmal verletzt.

In diesem Gespräch legten wir Punkte fest, die wichtig sind, die ich mit Ingo besprechen sollte. Dass er verstehen muss, dass er mich nicht unter Druck setzen darf. Dass er nicht erwarten kann, dass ich sie leide - lediglich, dass ich sie nicht provoziere. Und das hatte ich schon eingeräumt. Er muss es als Fakt ansehen, dass sie in dem Zimmer, in dem ich lebe sie nciht reinzubringen hat. Es sit mein Recht zu entscheiden, wannn wer und wie viel von mir und meinem privaten Dingen mitbekommen darf. Und das Schlafzimmer ist etwas sehr privates. 

Letztendlich nimmt I. es hin. Es bleibt ihm nichts anderen übrig. Und er meinte zumindest, er habe verstanden, dass er seine Worte unglücklich formuliert hat. Dass es zwar sein Wunsch ist, dass wir uns verstehen - B. und ich - er es aber nicht erzwingen darf. 

Und ich hoffe einfach, damit ist das alles vom Tisch. Ich will nicht weiter darüber nachdenken, ich will nicht von ihm gegen eine Wand gedrückt werden durch Erwartungen. Ich will einfach meine Ruhe haben und ich denke, dass ist nicht zu viel verlangt.

Und heute will ich meinen freien Tag genießen. Ich will durchatmen. Ich will schreiben. Ich will Musik. Ich will Gedanken die schweifen, weit weg von allem. Ich will Gefühle. Will Neues. Will Altes. Ich will die schillernden Farben des Herbstes. Das letzte Aufbäumen vor dem sterben.

 

18.10.11 12:19
 


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