Angel



Zu Hause

music: DJ Tiesto - Adagio for String
mood: So unglaublich müde

Seit gestern bin ich also wieder zu Hause.  Am Freitag wurde ich doch noch operiert. Die Tage waren für mich irgendwie angespannt. Ich hatte Angst vor der Narkose, Angst vor der Operation. Angst weil ich das noch nie hatte. Aber die OP ist gut verlaufen. Sie konnten die Zyste gänzlich entfernen.
Auch die Narkose habe ich recht gut überstanden. Keine Komplikationen, nur ein unglaublicher Muskelkater im ganzen Körper danach.
Weil die Wunde soweit gut aussah, hatten sie mir am Sonntag die Drainage wieder gezogen. und gestern nach dem Verbdanswechsel und dem prüfen, ob auch alles weiter gut heilt, sagte man mir, dass ich nach Hause kann.

I. hat mich abgeholt, danach sind wir direkt weiter zum Arzt. Nun bin ich noch bis zum 27. krank geschrieben. Nächste Woche Montag muss ich nochmal ins Krankenhaus, dann werden die Fäden gezogen.

Die Krankschreibung kam mir verdammt lang vor, aber gestern Abend merkte ich dann, dass ich das brauche. Ich bin nicht viel gelaufen, habe nicht viel gemacht. Aber Abends nach dem ich ein wenig gekocht hatte, war ich total schlapp auf den Beinen und mein Kreislauf ein wenig unten.
Auch heute merke ich, wie schnell mich Kleinigkeiten anstrengen, oder es zieht auf der Seite und ich mich sofort wieder zurücknehmen muss.
Das ist etwas, was ich nicht gewohnt bin. Nun muss ich mich erstmal zwingen die Dinge alle langsam und ruhig anzugehen. Und das ist das, was mir irgendwie am schwärsten fällt. Ich will die Wohnung aufräumen, mein Zimmer, das Bett neu machen. Ich weiß, frage ich I. dabei um Hilfe, er würde es sofort machen. Aber eigentlich sind das Dinge, die ich ohne Hilfe mache. Dinge die mich nicht anstrengen. Solche Kleinigkeiten wie Wäsche einsammeln und in die Trommel packen zum waschen. Oder aber das Geschirr wegräumen und die Küche ein wenig klar schiff machen.

Im Krankenhaus bin ich auch immer wieder mal aufgestanden, aber viel gemacht hat man schließlich nicht. Nichts was einen angestrengt hätte. 

Und nach dieser Woche gibt es Dinge, die ich nun umso deutlicher weiß, als vorher.
Meine Schwester ist ein wundervoller Mensch.... und nach dieser Woche muss ich mich noch viel mehr glücklich schätzen sie zu haben, weil sie da war, weil sie so oft wie möglich zu mir ins Krankenhaus kam, weil sie so viel Verständnis hatte, weil sie da war.
Meine Tanten die sofort erschienen sind, als sie hörten, was eigentlich passiert. Vorallem G. die mir mit ihrer Anwesenheit bei dem Vorgespräch zur Narkose geholfen hatte, die mir meine Angst versucht hatte zu nehmen.
I. der so oft kam wie er konnte und wenn es nur für einige Minuten gewesen sind. Obwohl er es nicht machen müsste. Aber das ist es wohl, diese Freundschaft. Ich weiß ich liebe I. - abgöttisch - aber nicht in diesem Sinne, sondern inzwischen wohl mehr wie den besten Freund und Bruder. Er ist mehr Familie als manch andere in meiner tatsächlichen Familie.
Mein Vater war da, ganz gleich wie wir gerade zueinander stehen kam er und machte seine üblichen Scherze, die so schlecht sind und dennoch mit dem Versuch einen aufzuheitern.
Ja sogar meine Mutter kam. Letztendlich wohl nur, weil meine Schwester druck gemacht hatte. Am freitag nach der OP und dann am Sonntag noch mal. Sie erzählte mir wie so oft, wir müssen uns wieder öfters sehen. Ich weiß, es sind leere Worte. Es wird sich nichts ändern. Aber dieses mal hatte ich kein schlechtes Gewissen mehr, als ich das Geld annahm, welches sie mir gab um ihr Gewissen zu erleichtern. So ist meine Mutter. Ist man aus den Augen, ist man aus dem Sinn und mit etwas glück fällt ihr alle vier bis fünf Monate mal ein, dass sie ja noch eine Tochter hat, dann wechselt sie am Telefon einige Sätze mit einem oder man sieht sich auf einem Familienfest und alles ist gut und dann ist es auch wieder vorbei.

Trotz allem habe ich ein riesen Glück mit meiner Familie und mit meinen Freunden. Mit den Menschen in meinem Umfeld. Sogar A. meine WBL kam am Samstag sofort ins Krankenhaus, als sie hörte, dass ich in diesem bin.
Es ist gut zu wissen, dass man niemals wirklich alleine ist, dass man Menschen hat, die sich um einen Sorgen und sogar ange Strecken fahren, nur um 5 Minuten da zu sein, weil es ihnen wichtig ist mich wenigstens einmal besucht zu haben.

Und nun muss ich nurnoch alles daran setzen wieder gesund zu werden und auf die Beine zu kommen, so dass ich auch wieder belastbar bin. 

 

Ich danke Allen die in dieser Zeit da waren, sich Sorgen machten und/oder ein offenes Ohr für mich hatten, die versuchten mich aufzubauen oder mich einfach zu beruhigen. 

15.11.11 15:07
 


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